Erste Testergebnisse zum biobasierten Klebstoff: Fortschritte, Fokus auf Haftfestigkeit
An unserem Standort in Heemskerk wurden umfangreiche Praxistests mit dem biobasierten Klebstoff durchgeführt. Die Ergebnisse sind vielversprechend und zeigen deutlich, worauf der Fokus liegen muss.
Dutzende Kombinationen aus Dachdeckung und Untergrund wurden getestet. Auf Holz, Stahl, Beton und Dämmmaterial, wobei EPDM, Bitumen und PVC die wichtigsten Dachdeckungsarten darstellten. Die Tests konzentrierten sich auf mehrere Variablen gleichzeitig: Mischungsverhältnisse mit Wasser, den Zeitpunkt der Auftragung (einschließlich Vortrocknung) und den Einfluss von Wärme auf die Trocknungszeit. Dies hat eine Reihe nützlicher Daten ergeben, die in einer ersten Auswertung zusammengefasst wurden.
Zu welchen Ergebnissen ist man gekommen?
- Die Verklebung auf losen Untergründen funktioniert gut
Der biobasierte Klebstoff haftet hervorragend auf den getesteten Materialien. Das ist eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung. - Die Haftfestigkeit muss weiter optimiert werden
Die erforderlichen Kräfte werden noch nicht in allen Fällen erreicht. Dies ist der zentrale Entwicklungsschwerpunkt für die kommende Phase. - Überlappende Verbindungen erfordern besondere Aufmerksamkeit
Das Verkleben von Materialien miteinander, das sogenannte Überlappen, erweist sich als schwieriger als erwartet und wird Gegenstand einer eigenen Forschungslinie.
Nächster Schritt: Laborvalidierung mit Partnern
Um die Erkenntnisse mit konkreten Messwerten zu untermauern, sucht New Circle die Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten. In kontrollierten Laborumgebungen werden die Ergebnisse gemessen und dokumentiert. Als Benchmark dient dabei fossiler Klebstoff, sodass die Leistungsdaten der biobasierten Variante direkt vergleichbar sind.
Auf der Grundlage dieser Daten wird das Ausgangsmaterial weiter optimiert. Dieser Schritt steht im Einklang mit dem Projektziel, den biobasierten Klebstoff zu einem vollständig marktreifen Produkt weiterzuentwickeln.
TRL 4 → 9
Ziel des Projekts ist es, die biobasierte Verklebung von der Laborreife (TRL 4) bis zur vollständigen Marktreife (TRL 9) weiterzuentwickeln.
Dieses Projekt wird unter anderem durch den Just Transition Fund (JTF) ermöglicht, der Teil des europäischen Programms für einen gerechten Übergang in der Region IJmond ist.